Uli Berkmann

Text: Rainer Ströll, Foto: Sebastian Schels

Freiluftwerker zu sein bedeutet nicht immer zwangsweise Extremsportler zu sein, jedoch gehört es wohl doch dazu irgendwie außerordentlich zu sein. Nie viel es uns so schwer einen Freiluftwerker zu beschreiben.
Nicht, dass der Uli durch eine große Nase zum Beispiel auffallen würde. Nichts dergleichen unterscheidet ihn im Großen und Ganzen von einem gewöhnlichen Mitmenschen.
Wohl eher seine Art zu leben, mit Natur, Menschen und unserer Welt im ganzen.

So lebt er in einer Art Einklang mit der Natur ? aber nicht allein auf einer Hütte im Wald, beerenessend, ohne Strom und das alles das ganze Jahr barfuß.
Es geht eher darum, die Natur zu verstehen. Den absoluten Respekt zu zeigen vor all dem Wunderbaren. Jedoch auch die Früchte dieser Welt zu ernten und diese mit dem größtmöglichen Genuss zu verzehren.
So ist der Forstingenieur und junge Papa leidenschaftlicher Fliegenfischer und ambitionierter Hobby-Koch. Überhaupt gegessen wird nur Bio, aber das alleine ist ja heutzutage gar kein Alleinstellungsmerkmal mehr sondern oft nur eine Art "Modeerscheinung". Wobei es für ihn mehr ist als das. Uli versucht die Welt zu verstehen. Er kann an keinem Sachbuch über Pflanzen, Tiere oder Insekten in der Uni-Bibliothek vorbeigehen, ohne dass sein Arm danach greifen will.
Allrounder ist wohl ein guter Begriff, um Uli zu beschreiben. Nicht fanatisch, oder wirklich extrem. Keine Scheuklappen. Offen und interessiert kann man mit ihm alles machen, wonach einem der Sinn steht. Sportklettern, Alpinklettern, Bouldern, Snowboarden, Tourengehen, Trekking-
touren durch Schweden, Patagonien, Spanien. Alles immer im gesunden Maß - mit maximalen Spaß. Kein Poser, kein Hochstapler, einfach ganz normal. Nur anders. Ein Freund, mit dem man jeden Gaul stehlen könnte.