Gitti Leneis

Text: Rainer Ströll, Foto: Sebastian Breitkreutz

"Ist die Gitti jetzt bei euch im Freiluftwerk?", dieser Satz kam uns die letzten zwei Jahre wirklich oft zu Ohren. Nach der darüber anfänglichen Verwunderung, überrascht uns bei der Gitti inzwischen gar nix mehr. Sie ist in der Bergsportbranche bekannt wie ein "bunter Hund". Kein Wunder. Zum einen hat sie mit ihrem Gatten Vitus selber jahrelang und sehr erfolgreich einen Bergsportladen betrieben, zum anderen gibt es kaum Regionen wo die "Seilschaft Leneis" nicht ihre Spuren hinterlassen hat. Klettern im Yosemite National Park, Trekking in Nepal, Biken auf Elba, Furkapass, Grimsel... die Liste ist schier endlos. Und wenn dann die Outdoor-Firmen regelmäßig ihre Plakate mit den lohnendsten Felsformationen schicken, die jeder gern im Tourenbuch stehen haben möchte, sagt die Gitti in den meisten Fällen "da war ma a scho, des war ganz guad".
Falls es gerade mal nicht die weite Welt ist, ist sie auch für einen Sonnenuntergang mit Dosenbier am Pullinger Weiher zu haben. Hauptsache es ist draussen. Neben ihrem Vitus gibt es noch ein anderes männliches Wesen in ihrem Leben. Ihr zugelaufener Pflegekater. Der sorgt dafür, dass die Bergausflüge regelmäßig unterbrochen werden und dann die von uns mit Freude aufgenommen Ankündigung kommt "i bin wieder da, wenn'z ihr mich braucht's dann kumm i". Wenn sie dann im Freiluftwerk steht, am besten ausgerüstet mit Quarkschneggerl und Wiesenblütentee, können wir uns sicher sein, das an diesem Tag nichts anbrennt. Inzwischen, nach nun zwei Jahren, hören wir jetzt immer öfter den Satz "das ist die Gitti aus'm Freiluftwerk" und nun ist uns klar, wir haben hier nicht nur eine Mitarbeiterin mit kaum zu überbietendem Erfahrungsschatz für uns gewonnen, sondern eine Freundin, auf die man sich verlassen kann.