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Nachdem die Idee, mal nach Schweden zu radeln schon vor über zwei Jahren entstanden ist, machten wir uns in den Sommerferien 2025 tatsächlich zu dritt auf den Weg nach Stockholm. Los ging’s gleich am ersten Ferien-Montag, begleitet von Dauerregen.
Obwohl wir unsere Räder selbstverständlich vor der Tour durchchecken ließen, hatten wir bereits in Attenkirchen, nach ganzen zehn Kilometern, mit der ersten Panne zu kämpfen. Die Reparatur fraß dann gleich mal 2 Stunden beim Mainburger Radelshop (Vielen Dank für die schnelle und unkomplizierte Hilfe!). Zum Glück waren diese kleine Unterbrechung und der anfängliche Regen kein Vorzeichen für den weiteren Verlauf der Tour!
Auch wenn die nächsten Tage noch von kleineren Pannen durchzogen waren, erreichten wir nach einem Stopp im offiziell besten Edeka-Markt Deutschlands bereits nach zwei Nächten und einer Übernachtung im Maisfeld den höchsten Punkt der Route. Nach zwei weniger spannenden Tagen kamen wir nach Bernburg, wo wir auf einem kleinen, aber feinen Campingplatz zelebrierten, die erste Hälfte Deutschlands geschafft zu haben. Nach der siebten Etappe erreichten wir Tangermünde, eine schöne, mittelalterliche Stadt, in der wir bei der zweiten Hotelübernachtung unserer Tour von einer Unterkunft überrascht wurden, die aussah, als wäre sie aus der Zeit der Ritter und Drachen. Weiter gings am schönen Ufer der Elbe, und schließlich in Richtung Rostock. Nach einer eher schlaflosen Nacht, die wir aus unerfindlichen Gründen auf den Stahlbänken vorm Hafenterminal verbrachten, hüpften wir am zehnten Tag in aller Frühe auf die Fähre nach Trelleborg, und machten uns am Nachmittag auf den Weg nach Malmö, wo wir die erste Nacht in Schweden direkt am Strand unter freien Himmel verbrachten. Dort legten wir noch einen halben Pausetag ein, nachdem wir uns leider von einem Mitfahrer (und Social-Media-Manager :)) wegen Krankheit trennen mussten.
Zu zweit machten wir uns an der malerischen Küste entlang auf den Weg nach Halmstadt, wo wir schließlich in einsamere schwedische Gegenden gelangten.
Die nächsten Tage waren durchzogen von wunderschönen Seen und Wäldern, großartigen Schlafplätzen und einem nahezu perfekten Campingplatz mitten im Nirgendwo (An alle Schweden-Reisenden: ein Stopp in Sjötofta lohnt sich immer!).
Vor der letzten Übernachtung wollte uns das Wetter nach 2,5 Wochen Sonnenschein noch einmal auf die Probe stellen: der andauernde Regen, kombiniert mit einer eisigen Kälte zwang uns zum Mittagessen in eine Bücherbox. Völlig durchnässt kamen wir aber doch zu unserem Tagesziel, wo wir uns eine warme Pizza gönnten und, immer noch im strömenden Regen, unser Zelt in einem Stadtpark aufschlugen. Am nächsten Morgen besorgten wir uns noch etwas Proviant in der Backwarenabteilung eines riesigen schwedischen Supermarktes (große Empfehlung!) und bezwungen dann die letzte, kurze Etappe bis nach Stockholm, wo wir nach 20 Tagen, 1850 km und etwa 160 gegessenen Müsliriegeln von unseren Familien und dem in Malmö zurückgelassenen Mitstreiter empfangen wurden.
Eine sehr gelungene Tour!
Johannes, Ludwig und Reuben
(mehr Infos auf Instagram unter boyz_on_bikes)